Die Alternative zu Megadosen – der metronomische Ansatz in der Ernährung

Während wir uns im vorherigen Beitrag mit Megadosen von Vitamin D beschäftigt haben, deren Einsatz nur sehr wenig  mit Lebensstil-Maßnahmen zu tun hat, kommen wir uns heute auf einen Ansatz  zu sprechen, der aus der Behandlung von Krebserkrankungen stammt.  

Die Mediziner Richard Béliveau und Denis Gingras beschreiben den metronomischen Ansatz ausführlich in ihrem hervorragenden Buch “Krebszellen mögen keine Himbeeren”.  In Analogie zu einem Metronom eines Musikers, dass in regelmäßigen Rhythmus schlägt, werden Mikronährstoffe über die Nahrung kontinuierlich dem Körper zugeführt und zwar in ganz normalen Dosisbereichen.  Dieses Vorgehen unterscheidet sich grundlegend von einer Chemotherapie bei Krebserkrankungen oder zum Beispiel einer Pulstherapie mit Steroiden bei Multipler Sklerose. Bei der Multiple Sklerose liegt der Schwerpunkt bei der Aufnahme von Mikronährstoffen und sekundären Pflanzenwirkstoffen, die das Potenzial haben, das Immunsystem in Richtung anti-entzündlicher Vorgänge zu modulieren. Wichtig ist dabei die Kontinuität. Es nützt überhaupt nichts einmal in der Woche eine tolle Mahlzeit mit Unmengen der in Frage kommenden Lebensmittel zu sich zu nehmen und die restliche Zeit diese Verhaltensweise zu ignorieren. Eine solche Denkweise würde nicht das Geringste zu einer effektiven Senkung entzündlicher Vorgänge beitragen, genauso wenig wie eine massive Insulindosis langfristig die Blutzuckerprobleme eines Diabetikers lösen kann.

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Was bedeutet das konkret:

  • Gesteigerte Verwendung von Lebensmitteln mit einer hohen Konzentration von sekundären Pflanzenwirkstoffen, die  entzündungshemmendes Potential zeigen. Dies sind unter anderem:  Kurkuma, grüner Tee,  dunkle Beeren,  mannigfaltige Kohlsorten, grünes Gemüse, Sesam,  Safran, Zimt, Chili und viele mehr.

  • Gezielter Einsatz von Nahrungsmitteln,  die relativ hohe Anteile von anderen Mikronährstoffen enthalten.  Zum Beispiel Chiasamen (A, E und B-Vitamine, Magnesium, Phospor, Kalium, Zink) und andere sogenannte “Superfoods” (hierbei bitte aber alle Werbeaussagen kritisch hinterfragen) oder auch ganz klassisch verschiedene Nusssorten (z.B. Paranüsse mit Blick auf Selen) sowie Heil- und Vitalpilze.

  • Grundsätzliche Reduktion der Aufnahme von Omega-6-Fettsäuren und Erhöhung der Omega-3-Aufnahme. Neben Fisch, Fischöl, Algenöl spielen auch hier wieder Leinsamen, Leinöl, Chiasamen und andere Lebensmittel eine wichtige Rolle.

Fazit

In der Konsequenz bedeutet eine solche Ernährungsweise für den Körper und das Immunsystem eine wichtige Unterstützung bei der Regulierung von Entzündungsvorgängen hin zur Homöostase und zu einer vernünftigen Balance zwischen entzündlichen und anti-entzündlichen Vorgängen. Eine Verfolgung des metronomischen Ansatzes bietet zudem nur Chancen und trägt keine Risiken. Es ergibt sich sozusagen „im Vorbeigehen” ein zusätzlicher signifikanter Präventionseffekt in Bezug auf andere chronische Erkrankungen, wie z.B. viele Krebserkrankungen, Herzkreislauferkrankungen und Diabetes. Man kann also nur gewinnen!

Es liegt nur an uns, den Ansatz zu beherzigen und kontinuierlich umzusetzen.

(Mehr zum Buch „Krebszellen mögen keine Krebszellen“ zum Beispiel hier bei den AMM-Buchempfehlungen)


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