Maca – natürlicher Energiespender der Inkas für Körper und Geist mit Blick auf Neurodegeneration bewertet

Superfoods sind ja in aller Munde (im wörtlichen und im bildlichen Sinne) und oft gehen bei den Werbeversprechen Dichtung und Wahrheit ineinander über. Es lohnt sich also im Einzelfall genauer hinzuschauen.

Rote Maca

Den Knollen der Maca-Pflanze (Lepidium meyenii, rote Maca), werden schon seit der Inkazeit diverse Gesundheitsvorteile zugeschrieben, u.a. positive Effekte auf körperliche und geistige Leistungsfähigkeit, Immunsystem, psychische Belastbarkeit/Depression, chronische Müdigkeit und weiteres. 2016 haben nun chinesische Forscher im Mausmodell verschiedene gesundheitsfördernde Effekte der roten Maca-Knolle beobachtet, die neurodegenerativen Prozessen entgegenwirken. Dazu zählen:

  • verbessertes räumliches Lernen und Gedächtnis,
  • verbesserte motorische Koordination und Ausdauer,
  • eine Verbesserung der mitochondrialen Atmungsfunktion in der Hirnrinde und
  • ein erhöhte Expression der Autophagie-bezogenen Proteine in der Hirnrinde.

[Autophagie bezeichnet dabei den Prozess, der für ein Gleichgewicht zwischen der Produktion neuer und dem Abbau alter Zellbestandteile sorgt und der mit zunehmendem Alter und auch bei degenerativen neurologischen Erkrankungen ungünstigerweise abnimmt.]

Allerdings bezieht sich die Studie auf Versuche an Labormäusen und eine Übertragung der Ergebnisse auf den Menschen ist 1:1 nicht ohne weiteres nicht zulässig.


Auf jeden Fall enthält Maca-Pulver peruanischen Ursprunges wegen des Wuchses auf vulkanischem Boden viele

  • Vitamine (Carotin, Thiamin (B1), Riboflavin (B2), Ascorbinsäure (Vitamin C), Niacin (B3)),
  • Mineralstoffe (Kalzium, Phosphor, Magnesium, Kalium) und
  • Spurenelemente (Kupfer, Zink, Mangan, Eisen, Selen, Bor).

Außerdem zeichnet sich die Knolle durch biologisch hochwertige Proteine aus, da sie nahezu alle essentiellen Aminosäuren in bioverfügbarer Form enthält. Sie ist allerdings relativ reich an Kohlenhydraten (hauptsächlich Fruktose).

Maca enthält zudem etwa 20 verschiedene mehrheitlich ein- oder mehrfach ungesättigte Fettsäuren, einschließlich Linol- , Linolen-, Palmitin-, Ölsäure u.a.

Weitere Fettsäuren sind die mehrfach ungesättigten Macaene und die durch den Trocknungsprozess aus ihnen hervorgehenden Macamide, die als Hauptwirkstoffe von Maca angesehen werden können, und unter anderem eben leistungssteigernd und nervenschützend wirken sollen.

Viele Sportler verwenden Maca schon heute zur Leistungssteigerung und zum Muskelaufbau.


Rote Maca

In China wird Maca inzwischen industriell angebaut und verarbeitet, wobei anzuzweifeln ist, ob diese Knollen auch ohne vulkanisches Nährsubstrat einen solch hohen Nährstoffgehalt aufweisen.

Was die männlichen Leser interessieren wird ist, dass Maca nachweislich die gutartige Vergrößerung der Prostata (Benigne Prostatashyperplasie) bremst. Maca aus Bioanbau als Beimischung zum Müsli ist also durchaus einen Versuch wert, auch wenn die positiven Wirkungen in Bezug auf das Immunsystem oder neurodegenerative Prozesse beim Menschen noch nicht zweifelsfrei nachgewiesen sind.

Fazit: Der maßvolle Genuss von Maca kann also sinnvoll sein, wird aber sicherlich keine schnellen und dramatischen Verbesserungen bei den MS-Symptomen zur Folge haben. Trotzdem deuten die Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass Maca eine Nahrungspflanze ist, die die mitochondriale Funktion verbessern und autophagiebezogene Proteine hochregulieren kann und somit eine wirksame funktionelle Nahrung zur Verlangsamung des durch Neurodegeneration ausgelösten kognitiven Rückgangs sein kann.


Quelle: Guo, S., Gao, X., Gu, Y., Wan, Z., Lu, A., Qin, Z., & Luo, L. (2016). Preservation of Cognitive Function by Lepidium meyenii (Maca) Is Associated with Improvement of Mitochondrial Activity and Upregulation of Autophagy-Related Proteins in Middle-Aged Mouse Cortex. Evidence-Based Complementary and Alternative Medicine, 2016, 1-9. doi:10.1155/2016/4394261

[Weitere wertvolle Information zu Maca finden sich zum Beispiel auf dem Informationsportal Dr. Schweikart]


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Freigegeben: Life-SMS Veröffentlichung – MS und Sport als Download

Allen SpenderInnen unseren herzlichen Dank, wir haben die Spenden-Halbjahresziele inzwischen erreicht!

Aber natürlich leben wir nach wie vor von Ihrer Unterstützung und es gilt: bei Spenden ab 30 € gibt es zusätzlich zwei Exemplare unseres Küchenposters und ab 50 € fünf Exemplare auf Wunsch frei Haus.


Jetzt zum Thema Sport und MS

Sie können die aktuelle Veröffentlichung an dieser Stelle bei lsms.info herunterladen.

[Der Download ist frei! Unabhängig davon, ob Sie schon gespendet haben, es noch tun wollen oder einfach nur die Dokumentation lesen möchten.]

Die Wichtigkeit des Themas ergibt sich sehr schön aus diesem Schaubild:

Übersicht: MS - Sport, Training und Bewegung
Copyright Life-SMS / DSGIP 2017

Die Abbildung nach dem ICF-Modell (International Classification of Functioning, Disability and Health ) versucht die Zusammenhänge zwischen dem Bewegungsverhalten (Sport, Training und Lebensstil) und der MS-Pathogenese (Entstehung und Entwicklung der MS mit allen daran beteiligten Faktoren) bildlich zu verdeutlichen. Das ICF-Modell skizziert die Konsequenzen der MS-Pathogenese, einschließlich der Effekte auf Körperstrukturen und -funktionen sowie auf Aktivität und gesellschaftlicher Teilnahme des Patienten. Bewegung kann positive Effekte auf all diese Bereiche haben, vom Einfluss auf zelluläre Prozesse (z.B. Entzündungshemmung) bis hin zu verbesserter Teilhabe des Betroffenen an sozialen Interaktionen.

Details siehe: Sport und MS – Eine Life-SMS-Publikation 2017

Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie aus dieser Veröffentlichung Anregungen und Ideen für eigenes körperliches Training entnehmen und umsetzen könnten!

Bleiben und werden Sie gesund!

Ihr Life-SMS Team


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Fast geschafft – Ist es so schwer eine Bank um 1000 € zu erleichtern? – „The autoimmune betrayal“ ab sofort on air!

Fast geschafft!

Liebe Follower und UnterstützerInnen,

wir haben es fast geschafft, bis zur Erreichung unserer Halbjahresspendenziele fehlen heute “nur” noch ungefähr 280 € (aktueller Stand siehe rechts). Es wäre natürlich toll, wenn wir dieses Ziel in den nächsten Tagen noch erreichen würden. Unabhängig davon schon jetzt:

Allen SpenderInnen unseren herzlichen Dank, wir wären ohne Sie und Euch nicht in der Lage das Projekt am Leben zu erhalten!

Die Publikation “MS und Sport” wird in jedem Fall in den nächsten 14 Tagen für alle InteressentInnen freigeschaltet. Und natürlich gilt: bei Spenden ab 30 € gibt es zusätzlich zwei Exemplare unseres Küchenposters und ab 50 € fünf Exemplare auf Wunsch frei Haus.

HIER GEHT’s ZU betterplace…


Nun fragen wir uns nur noch, ob es nicht vielleicht doch noch gelingen kann, die Ing-Diba um 1000 € zu erleichtern?

Uns bzw. der DSGIP fehlen derzeit ca. 80 Stimmen, um diese Summe für gemeinnützige Projekte verbuchen zu können. Falls Sie, Ihre Freunde, Verwandten, Kollegen etc. ein Handy haben und internetfähig sind, würde es nicht mehr als zwei Minuten kosten, etliche Stimmen zu generieren. Mit 200 zusätzlichen Stimmen (denn die anderen Projekte schlafen ja nicht) wären wir wahrscheinlich unter den Gewinnern!!!

Hier Sie können Sie für die DSGIP Ihr Votum abgeben:

Spricht etwas dagegen?


Last but not least: The autoimmune betrayal

Videoserie diese Woche zur freien Ansicht.

Für diejenigen Follower und InteressentInnen, die des Englischen mächtig sind, läuft ab sofort die Videoserie “The autoimmune betrayal” des amerikanischen Arztes Dr. Tom O’ Bryan.

Trotz des reißerischen Titels (in Amerika unvermeidbar) greift Dr. Tom in erfreulich pragmatischer Weise wichtige Themenkomplexe des Life-SMS/lsms.info  Methodik wissenschaftlich basiert und verständlich formuliert auf:

  • Episode 1 – Autoimmune Disease Revealed: The Shocking Truth
  • Episode 2 – Leaky Gut: The Gateway to Autoimmunity / Rheumatoid Arthritis
  • Episode 3 – The Microbiome: How to Restore the Good Bacteria
  • Episode 4 – Digestive Diseases: Inflammable Bowel / Gluten Sensitivity / Celiac
  • Episode 5 – Environmental Toxins: Protect your Family
  • Episode 6 – The Brain: Alzheimer’s / Parkinson’s / MS / Dementia / Autism
  • Episode 7 – Success Stories: Reversing MS / Psoriasis / Lupus / Asthma / Chronic Fatigue and more!
  • Episode 8 – Patients Share their Secret Path to Healing
  • Episode 9 – Doctor Unveil WHY They Do What They Do

Hier geht’s zur kostenlosen Anmeldung!

Mit “betrayal” meint Dr. Tom übrigens, dass es wissenschaftlich längst bekannt ist, wie man Autoimmunerkrankungen in 70-80% der Fälle in den Griff bekommt, aber starke Interessengruppen daran interessiert sind, diese kostenlosen und recht simplen Wahrheiten nicht allgemeinverständlich zu publizieren. Dies entspricht exakt unserem Bild der heutigen Situation in der Standardbehandlung, nicht nur der MS.

In diesem Sinne bleiben Sie wach und kritisch!

Ihr Life-SMS Team


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Schön, dass mal quergedacht wird: Humane Retroviren, Superantigene und MS

Ab und zu wagt es dann doch jemand das Dogma der MS als Autoimmunerkrankung infrage zu stellen, wie diese Pressemitteilung der Universität Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg zeigt.

Neues Konzept zur Entstehung von Multipler Sklerose vorgestellt

Was steckt dahinter?

Virale und bakterielle Infektionen stehen seit Anfang der MS-Forschung im Verdacht, maßgeblich an der Ätiologie der Krankheit beteiligt zu sein. Einen besonderen Impuls in Richtung dieser Vermutung brachte der epidemieartige Ausbruch der Krankheit auf den Färöer-Inseln, nachdem diese im zweiten Weltkrieg durch britische Truppen besetzt worden waren. Das erste epidemische Auftreten geschah im Jahr 1943 bei 21 nativen Einwohnern gefolgt von drei weiteren Wellen mit 10, 10 und 13 Fällen. Die Forschergruppe um Kurtzke und Heltberg schloss daraus im Jahr 1977 und folgend auf einen unbekannten, persistenten Erreger, den sie mit dem Begriff PMSA (Primary MS Affection) beschrieben. Diese Theorie erwies sich aber in der Folge als untragbar.

Man weiß aber inzwischen zum Beispiel, dass das Epstein-Barr-Virus (EBV), das Virus, das Mononukleose (Pfeiffersches Drüsenfieber) verursacht, das Risiko einer Person MS zu entwickeln um einen Faktor 2-3 erhöht.

Eine neuere Theorie sagt, dass die “ richtige” Kombination von Infektionen, wie zum Beispiel mit dem EBV- oder JVC-Virus, mit besonderen sogenannten humanen endogenen Retroviren (HERV) zur MS führen kann. HERVs sind Retroviren, die keinen vollständigen DNA-Replikationszyklus durchlaufen, sondern als Virus-DNA dauerhaft im Genom des Menschen seit hunderttausenden von Jahren weitervererbt werden. Es wird postuliert, dass unter bestimmten Bedingungen einige dieser HERVs möglicherweise infektiöse Virionen (Virusteilchen außerhalb der Zelle) – also die als „Superantigene“ bezeichneten Hüllproteine – bilden können, die zur Art der Entzündung, wie bei MS festzustellen, beitragen. Die Forschung hat gezeigt, dass Infektionen zum Beispiel mit dem Epstein-Barr-Virus die Produktion dieser “Superantigene” erhöht.

Was bedeutet dies nun für den Umgang und Behandlung bei der MS?

Grundsätzlich erst einmal nicht allzu viel. Da z.B. etwa 96% der erwachsenen Bevölkerung mit dem EBV-Virus infiziert sind bzw. 90% mit dem JVC-Virus (ohne dass dies in der Regel zu gesundheitlichen Problemen führt), ist die vielversprechendste Strategie, dem Körper alles zur Verfügung zu stellen, was er benötigt, um mit viralen Infektionen zurechtzukommen.

Übrigens kann es durchaus sein, dass eine der heutigen Standardtherapien bei schubförmiger MS mit Interferon-β möglicherweise auch aufgrund der antiviralen Wirkung gewisse, wenn auch bescheidene, Erfolge zeigt. Auch die Forschung mit Anti-Herpes-Wirkstoffen, wie Valacyclovir, wurde in den letzten Jahren intensiviert. Trotz positiver Tendenzen ist ein Durchbruch damit bisher aber noch nicht gelungen.

Fazit:

Es bleibt zu wünschen, dass die Forschung an dieser Stelle zielstrebig und zügig weitergeht. Sollte sich die Theorie bewahrheiten, wäre ein Großteil der heutigen MS-Standardtherapien – insbesondere jene, die das Immunsystem massiv unterdrücken – zumindest infrage gestellt. Dogmen in der Medizin halten sich bekanntlich leider sehr lange. Man denke nur an mehr als 40 Jahre Verteufelung des Fetts als Auslöser kardiovaskulärer Erkrankungen. Ein Dogma, das sich aktuell in Luft aufgelöst.


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Aktuelles:

Unsere aktuelle Spendenaktion zum Thema Sport und MS

Allen bisherigen und den zukünftigen Spenderinnen und Spendern an dieser Stelle herzlichen Dank!
Es fehlen nur noch ca. 920 € bis zur allgemeinen Freischaltung der Veröffentlichung!

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Ein wichtiges Thema „Gemeinsam stoppen wir Glyphosat“ lautet der Appell der Bürgerinitiative global2000

Auch wenn dieses Thema nicht direkt mit Fragen rund um die MS verbunden ist, erscheint es uns mehr als gerechtfertigt diese Info auch über Life-SMS zu verbreiten. Immerhin ist erwiesen, das Glyphosat neurodegenerative Effekte auslöst. Morbus Parkinson ist als Folge des Glyphosat-Einsatzes in Frankreich schon als als Berufskrankheit bei Winzern anerkannt.

Glyphosat birgt hohe Risiken!

Die gesundheitlichen Gefahren des weltweit am häufigsten verbreiteten Breitbandherbizids sind hinlänglich bewiesen. Glyphosat wird vom Agro-Multikonzern Monsanto unter dem Handelsnamen Roundup vermarktet.

Roundup enthält bis zu 15 Prozent POE-Tallowamine (polyethoxylierte Alkylamine, POEA) und die sind giftiger als das eigentliche Glyphosat, verstärken zudem dessen Giftigkeit. Glyphosat allein wirkt schon krebserregend und genotoxisch. In der Kombination mit POEA ist der Effekt ungleich höher. Auch Fruchtbarkeitsstörungen sowie Schädigungen von Leber und Nieren werden mit Glyphosat in Zusammenhang gebracht. Über die Nahrungskette reichert sich das umstrittene Herbizid an. Es wurde bereits in Blut-, Urin und Muttermilchproben nachgewiesen.

Das alles ist bekannt und mehrfach erwiesen. Seit Jahren engagieren sich verschiedene Umweltverbände für ein Verbot des „Dauerbrenners“ aus dem Hause Monsanto. Dennoch ignorieren das Deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) und die Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) die wissenschaftlichen Fakten. Die EU will nun das Krebspotenzial erneut von der ECHA prüfen lassen. Warum? Um Zeit zu gewinnen und den Weg zu einer weiteren Zulassung über 2017 hinaus zu ebnen?

Die Bürgerinitiative global2000 fordert:

  1. keine Erneuerung der Zulassung von Glyphosat
  2. Reform des Zulassungssystem für Pestizide hin zu mehr Transparenz und Unabhängigkeit der wissenschaftlichen Studien
  3. verbindliche Reduktionsziele für den Einsatz chemisch synthetischer Pestizide.

Damit global2000 mit diesen Zielen erfolgreich sein kann, werden europaweit eine Million Unterzeichner gebraucht. Mitmachen heißt, sich stark machen für eine gesündere Umwelt und gesundheitliche Prävention!

Also machen Sie mit, wenn Ihnen ein Wechsel zu einer gesünderen Landwirtschaft und zu schadstoffarmen Lebensmitteln ein Anliegen ist!

Hier geht’s zur Intitiative: https://www.global2000.at/glyphosat 

Nicht überzeugt? Dann schauen Sie sich doch die ARTE-Dokumentation zum Thema an (Achtung: Nichts für schwache Nerven!)


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Hintergrundwissen: Omega 3-Fettsäuren und Entzündungsvorgänge

Auch wenn der hier zu verfolgende Vortrag unseres Netzwerkmitglieds Dr. med. Volker Schmiedel sich in erster Linie mit dem Zusammenhang zwischen Omega-3-Fettsäuren und der Prävention von Krebserkrankungen befasst, sind die gleichen Argumente für die Multiple Sklerose und andere entzündliche Erkrankungen richtig. Diejenigen Leser, die also an den Hintergründen zu entzündlichen Vorgängen und dem Verhältnis von Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren in unserer Nahrung interessiert sind, sollten den Vortrag nicht verpassen.

Spezifische Aussagen in Bezug auf Multiple Sklerose, Fettsäure-Spiegel und dessen Messung sowie Verhaltenstipps finden sich darüber hinaus unserem Faktenblatt Fettsäuren und MS.

In diesem Sinne wünschen wir interessante neue Erkenntnisse,  ein besseres Verständnis der Zusammenhänge zwischen Fettsäuren und Entzündungsvorgängen und Anregungen für die persönliche Umsetzung bei der Stabilisierung der eigenen Gesundheit.

Bleiben Sie gesund!

Ihr

Life-SMS-Netzwerk


Übrigens: Weitere Informationen zu Omega-3/6-Fettsäuren und deren Einfluss auf verschiedene Krankheitsbilder finden Sie auch in der Kompetenzkarte Omega 3/6-Fettsäuren bei der Akademie für menschliche Medizin.


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Vitamin D-Hochdosistherapie: Anmerkungen zum Coimbra-Protokoll

Die Diskussion zum MS-Behandlungsansatz des brasilianischen Arztes Dr. Cicero Coimbra schlägt derzeit in den einschlägigen Foren und zugehörigen Kommentaren hohe Wellen. Das Meinungsbild schwankt irgendwo zwischen Scharlatan, genialem Geist und Heilsbringer.

Grund genug, das Ganze auf den medizinischen Inhalt und die Hintergründe zu reduzieren, um damit die Chancen und Risiken besser einschätzen zu können.

  1. Die Grundidee

Coimbra geht davon aus, dass bei Patienten mit Autoimmunerkrankungen eine genetisch vererbte Resistenz gegen die Wirkung von Vitamin D vorliegt. Diese Resistenz (u. a. eine Vitamin D-Rezeptorstörung) gegen die immunmodulatorische Wirkung von Vitamin D ist eine teilweise Resistenz, keine vollständige. Aufgrund dieser Veranlagung besteht eine gesteigerte Wahrscheinlichkeit, eine Autoimmunerkrankung, wie die Multiple Sklerose, zu entwickeln.

Das Ausmaß dieser Resistenz wird im Rahmen des Behandlungsansatzes durch die Messung des Parathormons (PTH) bestimmt. Vitamin D senkt den Spiegel des Parathormons. Die Reaktion des Parathormonspiegels auf die Gabe von Vitamin D ist somit ein gutes Maß für die Messung der Vitamin D-Resistenz. Dementsprechend wird die für jeden Patienten spezifische Vitamin D-Dosis anhand der Reaktion des Parathormonspiegels festgelegt.  Dabei kommen allerdings Tagesdosen zum Einsatz, die nach heutigem Verständnis toxisch sein können. Die oralen Dosen reichen von 30.000 bis zu 300.000 I.E. Vitamin D pro Tag.

  1. Zur Historie hoher Vitamin D-Gaben

In der Haut werden täglich über intensive Sonneneinstrahlung bist du 25.000 I.E. Vitamin D produziert. Eine derartige Tagesdosis erscheint daher auch in Form einer Supplementierung noch als vertretbar.

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Entstehung und Abbau von Vitamin D

Die Mengen an Vitamin D, die in der Haut hergestellt werden, sind somit viel niedriger als die Dosen von Vitamin D, die in den dreißiger und vierziger Jahren des letzten Jahrhunderts bei der Behandlung von Asthma (60.000 bis 300.000 IE), rheumatoider Arthritis (200.000 bis 600.000 IE) und Tuberkulose verwendet wurden (100.000 bis 150.000 IE), die aber auch oft mit der Entwicklung einer Toxizität assoziiert waren. Es wurde festgestellt, dass viele Patienten begannen, eine klinisch signifikante Hyperkalzämie[1] nach längerer Verabreichung von Vitamin D in diesen hohen Dosen zu entwickeln, was letztlich zu mehreren Todesfällen führte.

Da praktische Methoden zur Messung der verschiedenen Formen von Vitamin D im Blut erst in den 1970er Jahren entwickelt wurden, wurden die Blutspiegel von Vitamin D, die mit dieser Toxizität assoziiert waren, in den 1930er und 1940er Jahren nie bestimmt.

Wegen dieser unerwünschten Nebenwirkungen fiel die Verwendung von Vitamin D für die Behandlung der oben genannten Krankheiten mit derart hohen Dosen aus dem Blickfeld der Medizin und wurde  durch viel niedrigere Dosen im Bereich von 400 I.E./d ersetzt, von denen bekannt ist, dass sie keine Hyperkalzämie oder anderweitige Toxizität verursachen, die aber  auf der anderen Seite auch nicht klinisch wirksam waren bei der Behandlung von Asthma, RA oder TB. Die einem Teelöffel Lebertran entsprechende geringe Vitamin D-Menge war allerdings sicher bei der Behandlung von Rachitis.

Mit den heute zur Verfügung stehenden medizinischen und labortechnischen Methoden erscheint aber die Wiederaufnahme der oben beschriebenen Ansätze längst überfällig. In diesem Sinne verdient Dr. Coimbra höchsten Respekt, sich dieses Themas angenommen zu haben.

  1. Chancen und Risiken

“In etwa 95% der Patienten mit MS bleibt die Krankheit unter unserem Protokoll in dauerhafter Remission. Während die Patienten die hohe Dosis Vitamin D erhalten, bleibt die Krankheit inaktiv, ohne irgendwelche Anzeichen neuer Läsionen – weder klinische noch labortechnische”, so Dr. Coimbra in einem kürzlich erschienen Interview.

Diese Zahl ist extrem hoch, wenn nicht zu hoch, und insofern ist es absolut wichtig, dass das Coimbra-Protokoll nach wissenschaftlichen Methoden weiter untersucht und validiert wird.

Viel wichtiger ist aber, dass Patienten jetzt auf keinen Fall anfangen, hohe Dosen Vitamin D oberhalb von 10.000 I.E. pro Tag auf eigene Faust und ohne medizinische und labortechnische Begleitung einzunehmen.  Der Versuch kann fatal enden, da das eingesetzte Protokoll nicht nur die Dosierung von Vitamin D, sondern u. a. auch genau einzuhaltende Ernährungsvorschriften beinhaltet!

Wenn Sie also jetzt schon unbedingt mit den Coimbra-Protokoll beginnen wollen, suchen Sie sich einen Ärztin oder einen Arzt, die oder der Sie intensiv und fachkundig begleitet. Wir von Life-SMS/lsms.info werden die Sache auf jeden Fall aktiv weiter verfolgen und auch über  Zwischenergebnisse – sobald verfügbar – vorurteilsfrei berichten.

Und hier finden Sie das Interview mit Dr. Coimbra im Wortlaut:

http://www.vitamind.net/interviews/coimbra-ms-autoimmun/


[1] Es tritt zunächst Übelkeit und Erbrechen, Durchfall oder Verstopfung auf. Schließlich kommt es zu Herzrhythmusstörungen, Antriebslosigkeit und allgemeiner Muskelschwäche. Bleibt der erhöhte Kalziumspiegel bestehen, kommt es zu übermäßigem Wasserlassen mit innerer Vertrocknung, zu Psychosen und schließlich zum Koma.


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